Ein Bericht von Jose Toro

Foto: Eugen Müller

 

Die Zwergwidder rot
wurden in den Achziger Jahren  des letzten Jahrhunderts von Zuchtfreund Jose Toro herausgezüchtet.

 

Erbformel

AbCDGy/AbCDGy

Meine Anfänge

Ich habe zu den roten Zwergwiddern schon zwei Berichte geschrieben, die vor langer Zeit auch in der Presse inklusive Fotos veröffentlicht wurden. Damals war es noch der „Kleintier-Züchter". Lange ist´s her! Ich hätte niemals gedacht, nochmals etwas über diesen Farbenschlag zu schreiben, aber ich erhielt eine nette Mail von Zuchtfreund Eugen Müller, mit der Bitte ein paar Zeilen über die roten Zwergwidder zu schreiben und vor allem auf deren Entstehungsgeschichte einzugehen, was ich hiermit gerne nachgehen möchte. Eigentlich war ich aus der Kaninchenzucht draußen und hatte das Kapitel „rote Zwergwidder" abgeschrieben. Aber eine Leidenschaft, die man seit seiner Jugend mit sich trägt, wird man leider nicht so schnell los. Und so bin ich doch wieder seit 2014 dabei. Aber zunächst mal zu meinen Anfängen:

Aufgewachsen bin ich mit Farbenzwergen. Mein Vater war ein passionierter Farbenzwergzüchter. Mal waren es die chinchillafarbigen, dann die perlfehfarbigen, aber so richtig intensiv war es mit den roten Farbenzwergen. Als ich dann auf den Schauen die „Schlappohren" sah, war ich hin und weg. Dieses zutrauliche Wesen gepaart mit einem markanten wunderschönen Aussehen ließ mein Herz höher schlagen und meinem Vater blieb nichts anderes übrig als seinem quengelnden Sohn thüringerfarbige Zwergwidder zu besorgen. Das war das Jahr 1986, ich war 13 Jahre alt. Aber die Freude hielt sich in Grenzen, denn hier ging der „Spuk" erst richtig los. Wie schon erwähnt, hatte mein Vater die schönen roten Farbenzwerge. Nun hatte ich auch noch vom Aussehen her das schönste Kaninchen kennen gelernt, nämlich den Zwergwidder (damals noch Widderzwerg), dann wäre es nahe liegend sich nach roten Zwergwiddern umzuschauen. Es hat nicht lange gedauert, da kam mein Vater nach der Bundesschau 1987 in Stuttgart mit 1,2 gelben Zwergwiddern nach Hause. Damals waren die ersten gelben Zwergwidder entstanden und so glaubte er, dass er meinen Wunsch nach einem rotbraunen Zwergwidder erfüllen konnte. Diese drei gelben Zwergwidder waren sehr schöne Tiere. Der Rammler konnte schon mit sehr guten Rassemerkmalen überzeugen. Die Häsinnen hatten Behangprobleme, aber wer will das den Tieren verübeln. Es waren damals die ersten gelben Zwergwidder!!! Aber an eine Sache kann ich mich noch sehr gut erinnern: es war die Farbe! Diese drei Zwergwidder hatten ein wunderschönes reines gelb und keine grauen Spitzen, aber zur Farbe später mehr.

So sehr mir die gelben Zwergwidder gefielen, sie waren nicht rot wie unsere Farbenzwerge. Mein Vater versuchte mir klar zu machen, dass es keine gibt und ich wollte das nicht glauben. Also habe ich als 14-jähriger Teenie den Entschluss gefasst, mich damit nicht zufrieden zu geben und alle Hebel in Bewegung zu setzen, etwas zu erfahren. Ich startete eine Briefaktion mit Rückantwortpostkarte (hieß damals so) und schrieb alle Landesverbandsvorsitzenden an, mit der Bitte mir Auskunft zu geben, ob Ihnen evtl. ein Züchter roter Zwergwidder bekannt sei. Tatsächlich haben alle Landesverbandsvorsitzende geantwortet, was ich unglaublich kollegial fand, doch leider war keine positive Antwort dabei. Damit gab ich mich natürlich nicht zu frieden. Die gleiche Aktion betrieb ich dann noch mit den Verbandspräsidenten der jeweiligen europäischen Länder, sprich ich wollte erfahren, ob es evtl. im Ausland welche gibt. Aus England kam die Antwort, dass man rotbraunähnliche Zwergwidder evtl. als Zufallsprodukte im Zoofachgeschäft sehen kann, aber dass es keine professionelle Zucht gäbe. Alle anderen europäischen Antworten waren ebenso Absagen. Also blieb nichts Anderes übrig, als selber das Thema anzupacken und das hieß den Farbenschlag selber heraus zu züchten. Meinem Vater klar zu machen, dass ich eine Herauszüchtung beginnen möchte, war nicht einfach, denn ich brauchte Platz und noch ein paar „Zutaten". Schließlich wollte ich alle möglichen Kreuzungsoptionen ausschöpfen und die gelben Zwergwidder und roten Farbenzwerge waren aus meiner Sicht nicht ausreichend. Rote Kleinwidder gab es damals auch nicht, aber es gab die ersten roten Großwidder. Ich kann mich nur „dunkel" an den netten Zuchtfreund erinnern, weiß aber noch, dass er Herr Lorenz hieß. Als ich einen roten 1,0 Großwidder von ihm bekam brachen alle Dämme. Unglaublich gute Widdermerkmale und dazu eine sattrotte Deckfarbe, die Bauchfarbe war schon sehr gut, die Blumenunterseite war leider weiß, aber das tat dem ganzen Unternehmen keinen Abbruch. Genau so etwas nur als Zwergwidder, das war mein Traum! Dieser Großwidder bekam die Kreuzungen aus rotem Farbenzwerg mal gelben Zwergwidder. Und schon ging es los. Farblich alles im normalen Bereich, aber der Größenrahmen war ein Riesenproblem im wahrsten Sinne des Wortes. 1991 stellte ich die ersten Tiere auf der Bundesschau in Nürnberg aus. Sie waren zu groß, eckig, das Fell war nicht sonderlich gut. Immerhin waren die Rassemerkmale Kopf und Behang ansprechend und das allerwichtigste für mich war, dass die Tiere eine rote Deckfarbe aufwiesen, d.h. man konnte sie ganz klar von den Gelben unterscheiden. Punktemäßig war es nicht berauschend (zwischen 91 und 92,5 Punkte), aber darum ging es mir gar nicht. Ich wollte einfach nur die ersten roten Zwergwidder auf einer Großschau zeigen. Die „Kreuzerei" ging weiter und aufgrund der durchaus vorhandenen genetischen Unkenntnis eines mittlerweile 18-jährigen habe ich auch schwarze und havannafarbige Zwergwidder im Verlauf der Zeit eingekreuzt. Der Erfolg war aber bescheiden. Die alte Linie des Großwidders war doch farblich die bessere, dafür hatte ich über die Zwergwidderkreuzungen eher die Rassemerkmale verbessert. Dann erfuhr ich Mitte der 90er über die Herauszüchtung der lohfarbigen Zwergwidder und der Kontakt zu Zuchtfreund Joerges war schnell hergestellt. Ein sehr angenehmes Gespräch mit viel Fachsimpelei, da wir beide ja beim Experimentieren waren. Ich bekam auch etwas von ihm, schließlich wollte ich die Färbung der Blumenunterseite verbessern. Aber Zuchtfreund Joerges warnte mich schon, dass auch seine Lohfarbigen hier nicht viel bieten können, schließlich ist die Lohe neben dem Größenrahmen die Hauptbaustelle dieses noch jungen Farbenschlages. Die weiteren Zuchtjahre waren zäh, aber es gab durchaus auch positive Momente, nämlich den einen oder anderen kleinen Titel (Kreismeister, Bezirksmeister). Das Interesse für Einsteiger hielt sich in Grenzen. Man hatte manchmal den Eindruck, dass der eine oder andere Interessent erstmal abwarten wollte, bis die Tiere wirklich fertig gezüchtet sind. Andere wiederum nahmen sich einfach die dunklen gelben Zwergwidder und meldeten diese einfach als rote Zwergwidder (aber zu diesem Thema später mehr). Ende der 90er Jahre kam es zu einem persönlichen Scheidepunkt in meinem Leben. Ich hatte eine Familie gegründet, musste mich beruflich umorientieren und es blieb kaum Zeit für meine Kaninchenzucht. Nicht vergessen zu erwähnen möchte ich auch, dass ich nicht nur Kaninchen züchtete, sondern ich bin seit eh und je auch Taubenzüchter und seit 1998 Preisrichter für Rassetauben. Beide Hobbys aufrecht zu erhalten war schwer. Schweren Herzens gab ich die Kaninchenzucht auf. Die Tiere gingen an vier Züchter. In die Oberpfalz, Saarland, NRW und sogar nach Luxemburg. Was aus ihnen geworden ist, weiß ich leider nicht mehr. Nachdem ich in meinem Leben in „ruhigeres Fahrwasser" gelang, kribbelte es wieder und seit 2014 bin ich wieder dabei. Schuld daran ist mein Großer! Ihm gefielen nicht meine Tauben, sondern nachdem er diverse Kaninchenausstellungen besuchte, mussten es unbedingt Zwergwidder weiß Blauaugen sein. Da war sie wieder die Leidenschaft für das Widderkaninchen ausgerechnet bei meinem Sohn und das obwohl er ohne Kaninchen aufgewachsen ist. Ausgerechnet er steckte mich wieder an. Scheinbar gilt wohl bei uns: „Wie der Vater, so der Sohn!"

Rot oder Gelb oder keines von beiden?

 

Foto: Eugen Müller

 

Auch wenn ich in dieser langen Zwischenzeit keine roten Zwergwidder mehr hatte, so habe ich doch die Entwicklung verfolgt und man konnte schnell feststellen, dass sich immer mehr Züchter um diesen Farbenschlag bemühten. Wahnsinn und gleichzeitig Respekt einflößend, denn schließlich steckt da eine Menge Arbeit dahinter.

Aber bei einem Thema hat sich auch während meiner „Abwesenheit" nicht viel getan, ob bei der Bewertung durch die Preisrichter oder das Verständnis über die Definition durch die Züchter. Und das ist die Farbe! Gut, dass die roten und gelben Zwergwidder auf den Schauen nicht nebeneinanderstehen, denn das würde das Problem offenbaren, das immer noch existiert und das aus meiner Sicht bis heute weder bei der Bewertung noch in der Zucht gelöst ist. Bei den Roten sind Gelbe zu finden und bei den Gelben sind viel zu dunkle Kandidaten zu finden, die fast schon wieder rot sein könnten. Meiner Meinung nach liegt das Problem augenscheinlich darin, dass man durch die 10 Punkte in der Position „Farbe" sich wenig Möglichkeiten herausnimmt auf die einzelnen Bereiche einzugehen: Deck- und Unterfarbe, Bauchfarbe, Blumenunterseite, Augenrand, Kinnbackeneinfassung und Ohrenfarbe. Diese „Begriffs-Palette" ist bei vielen Kaninchenrassen eine Selbstverständlichkeit, warum nicht bei einem roten Zwergwidder? Vieles ist natürlich der Rasse geschuldet, deren Schwerpunkte natürlich in Körperform, Bau, Fell, Kopf und Behang liegen. Da fallen die 10 Punkte nicht mehr ins Gewicht und werden gerne einfach mit 9 oder 8,5 Punkten belegt. Dann muss natürlich auch der Aspekt beachtet werden, dass es sich trotzdem noch um einen seltenen Farbenschlag handelt. Aber was hat dies zur Folge? Potentielle Interessenten stehen dann in der Verkaufsabteilung, schnappen sich eilig den Katalog und ergattern rote Zwergwidder mit 96 und mehr Punkten. Freudestrahlend gehen die Zuchtfreunde an die Käfige und kommen aus dem Staunen nicht heraus und zwar negativ gemeint und stellen sich dann die Frage: Was habe ich denn da gekauft? Das hat ja mit „rot" gar nichts zu tun! Ich gehe einen Schritt weiter, sowohl bei den roten als auch bei den gelben Zwergwiddern ist mindestens jedes 2. Tier ein „intermediär", weder rot noch gelb und wird durch die Bewertung derzeit nicht geahndet. Als Rassetaubenpreisrichter wäre die Lage für mich hier ganz klar, was weder rot noch gelb ist und damit die Farbdefinition nicht erfüllt wird nicht bewertet und fällt unter den Tisch. Das mag alles sehr martialisch klingen und würde einem seltenen Farbenschlag den einen oder anderen „Nackenschlag" in der Züchterschaft verpassen, aber welchen Sinn macht es, einen Züchter durch die Vergabe von 9 Punkten in der Position Farbe noch zu unterstützen, obwohl das Tier nicht die Farbgebung erfüllt? Deshalb gäbe es aus meiner Sicht nur zwei Varianten zur Verbesserung des Fortschritts der Roten und Gelben:

 

  1. Entweder die Bewertung ohne Endpunktzahl abzubrechen oder  
     
  2. die 10 Punkte so zu staffel, dass die relevanten Körperbereiche hinsichtlich der Farbgebung objektiv beurteilt werden können. Das würde bedeuten, dass ein roter oder gelber Zwergwidder, der weder das eine noch das andere ist, so drastisch in der Position "Farbe" zu bewerten ist, dass er nicht mehr die 95.0 Punkte erreichen kann. Damit kann man vermeiden, dass gute Fellträger mit gutem Kopf und Behang und fragwürdiger Farbgebung auf 95.0 Punkte und mehr kommen.

 

Und damit komme ich zu dem Standpunkt, dass derzeit eher „Zwergwidder in rot" und nicht „rote Zwergwidder" gezüchtet werden. Die roten Kleinwidder haben es doch auch geschafft, warum nicht die roten Zwergwidder? Hier spielt natürlich der Umstand eine Rolle, dass bei der Herauszüchtung der roten Kleinwidder das „rote Kaninchen" schlechthin, nämlich der rote Neuseeländer Pate stand. Eventuelle Farbprobleme waren dadurch geringer und damit züchterisch beherrschbar. Der rote Zwergwidder hatte es hier schwerer. Ein roter Pate wäre der rote Farbenzwerg oder der zu große Sachsengold, den Schwerpunkt nahm aber der gelbe Zwergwidder ein.

Fehlt es an Mut zur strengen Bewertung bei der Position „Farbe" oder fehlt es gar an der Farbbeschreibung? Aus meiner Sicht sind die Gelben Kleinsilber für die gelben Zwergwidder richtungsweisend. Wenn man sich das „Silber" wegdenkt, dann hat man die ideale gelbe Farbe. Oder man schaue sich die Gelben Riesen an. Hier gibt es mit „intermediären" überhaupt keine Probleme. Deshalb sehe ich die Farbprobleme nicht nur bei den roten, sondern auch bei den gelben Zwergwiddern. Hier sieht man sehr oft Tiere mit einer durchgefärbten Bauchfarbe, dabei sollte die Bauchfarbe weiß bis hellcremefarbig sein (am besten weiß). Tiere mit entsprechender dunklerer Bauchfarbe haben dann auch eine dunklere Deckfarbe und sind damit aus meiner Sicht keine Gelben mehr, aber auch keine Roten! Und genau dieser Umstand wird aber ausgenutzt um solche Tiere bei den Roten auszustellen. Dies sollte deshalb in der Bewertung Konsequenzen haben, tut es aber nicht. Und deshalb befinden sich alle Beteiligten nämlich die Preisrichter und Züchter in einem „Strudel".

Mit den grauen Haarspitzen haben beide Farbenschläge zu kämpfen, da muss man auch nicht näher darauf eingehen. Dieser Teil des „Wildfarbigkeitsfaktors" ist in der Zucht beider Farbenschläge zu verdrängen. Der andere Teil des „Wildfarbigkeitsfaktors" nämlich „weiß", ist nur bei den Gelben erlaubt, nicht aber bei den Roten! Das heißt die Problembereiche Augenringe, Kinnbackeneinfassung, Nasenbereich und Blumenunterseite der Roten müssen mindestens rotcremefarbig sein auf keinen Fall weiß. Man sieht sehr oft „rote Zwergwidder", die im Nasenbereich weiße Stellen zeigen, auch hier wieder ein Indiz dafür, dass dieses Tier nicht rot sein kann. Vor allem die Blumenunterseite ist aus meiner Sicht nicht verhandelbar und muss mit konsequenten Punktabzügen geahndet werden. Während die Gelben durchaus hellere Flanken an den Schenkel besitzen dürfen, müssen die roten Zwergwidder in jeglicher Hinsicht durchgefärbt sein. Anders ist dies bei der Bauchfarbe. Diese ist natürlich heller als die Deckfarbe und darf keine weißen Bereiche haben, die Blumenunterseite ist wie schon erwähnt rotcremefarbig. Jetzt könnte man sich das Ganze noch weiterdenken. Würde ein intermediär gefärbter Farbenzwerg in der Reihe der roten Farbenzwerge bewertungsmäßig „überleben"? Ich behaupte nein! Also ist es doch eine Ansichtssache bzw. welche „Brille" man sich aufsetzt. Ein Preisrichter wird bei der Bewertung eines roten Farbenzwerges niemals die „Brille" des Roten Neuseeländers aufsetzen. Soweit ist man nicht und das ist auch gut so! Aber warum sollte man sich bei der Bewertung der roten Zwergwidder nicht die „Brille" des roten Farbenzwerges anziehen? Ich finde es gut, dass es für die roten Zwergwidder eine andere Rasse im Hinblick auf die Farbgebung als Maßstab gibt. Ich habe diesen Maßstab schon in der Herauszüchtung angewendet und wende diese nun auch seit meinem Wiedereintritt 2014 erneut an.

Ich habe farblich einwandfreie rote Zwergwidder inkl. cremefarbiger Blumenunterseite, die Ihre Schwächen eher in Körperform/Bau und Fell haben, der eine oder andere auch mal im Behang. Warum sollte ich meine Tiere ausstellen, wenn dann ohnehin die Tiere vorne stehen, die einwandfreie Rassemerkmale haben, dafür aber nicht rot sind? Und solange dieser Umstand herrscht, stelle ich auch nicht auf den Großschauen aus und kümmere mich um die Schwachstellen meiner Zucht.

Ich hoffe, ich habe niemanden durch meine teilweise kritische Berichterstattung auf den „Schlips" getreten. Es ist meine persönliche Meinung, die ich gerne ehrlich und sehr direkt auch so im täglichen Leben offenbare. Durch kritisches Hinterfragen kommt man auch eher zum Ziel und wenn man bei der Zucht und Bewertung der roten Zwergwidder die Farbe zukünftig mehr in den Fokus stellt, dann werden auch farblich einwandfreie Tiere vorne „mitspielen" können. Ich möchte das keineswegs pauschalisieren und behaupten, dass das generell der Fall ist, aber ich habe schon mehrmals erlebt wie farblich fragwürdige Sammlungen den farblich guten Sammlungen überlegen waren. Wie schon oben erwähnt liegt dieser Umstand im Bewertungsschwerpunkt dieser Rasse.

Es sollte irgendwann mal möglich sein, einen roten von einem gelben Zwergwidder optisch zu unterscheiden, was derzeit bei der Mehrzahl der gezeigten Tiere nicht möglich ist. Schließlich können beide Farbenschläge in der Zucht nebeneinander Pate stehen. Ich habe es selbst erlebt, wie ein Zuchtfreund gezielt bei den gelben Zwergwiddern eingekauft hat, weil dort rotähnliche Tiere zur Verbesserung seiner Zucht standen.

Gäbe es eine eindeutige Trennung durch Anwendung der korrekten Farbdefinition, dann würde es nämlich keinen Sinn machen (derzeit) einen roten in einen gelben Zwergwidder oder umgekehrt einzukreuzen. Schließlich befinden wir uns nicht mehr in der Herauszüchtung, sondern in der Veredelungsphase dieser Farbenschläge.

Ich wünsche allen Widderzüchtern, egal ob groß, klein oder Zwerg, die sich mit Roten oder Gelben (inkl. Gescheckte) beschäftigen das größtmögliche Durchhaltevermögen. Ich denke, dass es das schon wert ist, denn der Anblick eines schönen roten oder gelben Widders im Stall ist unwiderstehlich und trägt dazu bei, weiterhin leidenschaftlich für diese aparten Farbenschläge zu kämpfen.

 

José Toro

 
Quelle: Eugen Müller  http://www.deutsche-widder-rot-weiss.npage.de

Rassebeschreibung

Siehe: ZDRK - Standard von 2004 und Europa - Standard 2012

Bericht und Bilder von José Toro.

Wir danken Zuchtfreund José Toro für den Bericht und bei Eugen Müller für die Bilder

Für Ergänzungen oder weitere Hinweise sind wir sehr dankbar

Das Copyright für diesen Bericht und den Bildern iegt bei dem Züchter José Toro  und Eugen Müller bzw. der Arbeitgemeinschaft der Widderzüchter.

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