Ein Bericht von Henry Majaura.

Erbformel

Wildgraue

ABCDG/ABCDG

Fachmännische Betrachtung

Wildgrau wird bestimmt von einer auf dem Rücken durch schwarz gespitzte Grannen dunkel schattierte Deckfarbe. Je nach Grad ihres Auftretens tritt eine etwas dunkele oder hellere, möglichst jedoch gleichmäßig über den Oberkörper verteilte Schattierung auf. Brust und Läufe sind etwas heller als der Rücken und die Seiten. Im Genick tritt ein rostbrauner Keil auf, der nicht zu groß sein darf. Die Oberseite der Blume ist schwarzgrau bis schwarz mit einer grauen Sprenkelung. Ihre Unterseite ist weiß eingefasst. Die Kinnbacken sind unterseitig weiß eingefasst. Zum Genick hin verläuft die weiße in die graue Färbung der Decke. Ebenso, auf Grund der hier extrem kurzen Behaarung aber weniger auffällig hell eingefasst sind die Augen und Nasenlöcher. Die  Innenseite der Läufe und die Bauchunterseite sind weiß. In der Lendengegend befinden sich beidseitig rötlich braune  Schoßflecken. Die  Ohrenfärbung entsprich der Färbung des Rückens.

 

Die Ränder der Ohren sind schwarz eingefasst. Die Augenfarbe ist dunkelbraun. Die Farbe der Krallen ist dunkelhornfarbig bis schwarz. 

 

Die Zwischenfarbe ist nur an Brust, Seiten und Rücken vorhanden. Sie muss also rostbrauner Streifen in Erscheinung treten. Über seine Breite schweigt der Standard, allerdings war das schon immer so. Joppich beschreibt sie in einer Breite von ca. 1 cm, was mir persönlich etwas reichlich erscheint. Eine Breite von 5 bis 7 mm sollte jedoch in Anbetracht der gegenüber dem Groß-Chinchilla etwas längere Behaarung, für dessen Zwischenfarbe eine Breite von 5 mm angegeben wird, durchaus der Rasse entsprechen. Die Unterfarbe ist am ganzen Körper, einschließlich der Bauchunterseite, blau. Sie soll möglichst intensiv sein und bis an den Haarboden herabreichen.

 

Wildgrau erhebt für sich den Anspruch einer farblich gleichmäßigen Deckfarbe. Hellere Seiten und Flanken sind nicht erwünscht. Ebenso unerwünscht sind schwache, verwaschene oder nicht über den gesamten Oberkörper reichende Schattierung. Eine Ausnahme bildet lediglich der Brustbereich, wo die Schattierung nicht so kräftig in Erscheinung Tritt. Auch die Läufe sind bis an die Zehen gut gedeckt und frei von weißen Binden und Bindenansätzen.

 

Diese Farbe ist bei den Deutschen Widdern wohl dominierend. Sie steht, eine entsprechend griffige Behaarung dabei vorausgesetzt, in herausragender Harmonie zum Widdertyp. Hin und wieder beobachten wir auch wildgraue deutsche Widder, die eine etwas leuchtendere Deckfarbe aufweisen und auch Ansätze zu einer cremefarbenen Bauchdeckfarbe zeigen. Diese werden verursacht durch leichte Gelbverstärkungen, die im Locus Y wirken. Auf einige Züchter und Preisrichter wirkt diese Farbe gefälliger. Obwohl diese Tiere dann den Vorzug erhalten, entspricht ihre Deckfarbe jedoch nicht der im gültigen Standard aufgeführten Beschreibung. Es wäre also an der Zeit und auch sinnvoll, diese Färbung mit der Erbformel

 

ABCDGy1/ABCDGy1 nach Hochstrasser ABCDGY1/ABCDGY1

als gegenüber Wildgrau gleichwertig im Standard zu verankern. Gleichwertigkeit bedeutet hier, dass ihr der "normalen" Wildfarbe gegenüber nicht der Vorzug zu gewähren ist, denn dann wäre das Zuchtziel entsprechend modifiziert zu formulieren.

 

Historie des Widderkaninchen

Die Herkunft des Widderkaninchens ist umstritten.

Die ältere und die neuere Literatur über das französische Widderkaninchen sind sehr spärlich.

Rassebeschreibung

Siehe: ZDRK - Standard von 2004 und Europa - Standard 2012

Auszug aus "Der Kleintier-Züchter" Nr.2/2003 Bericht von Henry Majaura. Das Bildmaterial stellte die AG der Widderzüchter zur Verfügung.

Wir danken Henry Majaura und Wolfgang Jensen für ihre Mitarbeit.

Für Ergänzungen oder weitere Hinweise sind wir sehr dankbar

Das Copyright für diesen Bericht liegt bei dem Züchter Henry Majaura bzw. der Arbeitsgemeinschaft der Widderzüchter.

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