Ein Bericht von Henry Majaura.

Erbformel

Thüringerfarbige AbCDg/AbCDg
   

Fachmännische Betachtung

Deutsche Widder thüringerfarbig, (AbCDg/AbCDg), gehören ebenfalls zu den ursprünglichen Farbenschlägen, wenngleich sie anfangs vornehmlich bei den Englischen Widdern dominierten. Die Farbe, die auch international auf sehr hohem Niveau steht, ist in zwischen aus dem Spektrum der Deutschen Widder nicht mehr wegzudenken. 

Größe, Rassetyp, Kopf und Behang werden in wunderbarer Weise präsentiert und geben dem Farbenschlag ein Exterieur, das dem der grauen Widder in nichts nachsteht. Zwischenzeitlich bereiteten die Behaarungen ob ihrer ausgesprochen schwachen Struktur erhebliche Probleme, die aber inzwischen vielfach behoben sein dürften. Das ist auch gut so, denn ohne eine gesunde, vollgriffige Behaarung hat die Farbe kaum eine Chance, im Zusammenspiel mit den wunderschönen Abzeichen des Thüringerkaninchens die gewünschte Wirkung zu erzielen.

Sich auch die intensiven Abzeichen der Thüringerfarbe anhand der klassischen Vererbungslehre nach Nachtsheim leider nicht erklären. Auch hier helfen die weitgehenden Thesen Hochstrassers, wenn diese am Beispiel der Thütinger oberflächlich betrachtet auch etwas widersprüchlich erscheinen mögen. Gut gezeichnete Thüringer haben ihren Ursprung in einer fahlen, von deutlich sich absetzenden hellen Flanken geprägten Wildfarbe. Diese werden offenbar, sobald der Einfarbigkeitsfaktor g wirkt, innerhalb des Locus B nicht mit gelbroten Phäomelaninen, sondern wie in den Loci C und D bei den Havanna oder Blauen Wienern ebenfalls und ausschließlich mit dunklen bis schwarzen Eumelaninen "aufgefüllt" und ergeben so die kontrastreichen Abzeichen, wie  sie  inzwischen auch  bei  den  Deutschen  Widdern  allgegenwärtig und üblich sind (nach Hochstrasser abgeleitet z. B. AbCDge2(...3) /AbCDge2(...3)). In der Farbenzucht ist daher auf blasse, kontrastarme Tiere zu verzichten. Eine Gelbverstärkung  (AbCDge2y1/AbCDge2y1) allerdings ist erwünscht und trägt zusätzlich zur Belebung des begeisternden Farbenspiels bei.

Historie des Widderkaninchen

Die Herkunft des Widderkaninchens ist umstritten.

Die ältere und die neuere Literatur über das französische Widderkaninchen sind sehr spärlich.

Rassebeschreibung

Siehe: ZDRK - Standard von 2004 und Europa - Standard 2012

Auszug aus "Der Kleintier-Züchter" Nr.2/2003 Bericht von Henry Majaura. Das Bildmaterial stellte die AG Widderzüchter zur Verfügung.

Wir danken den Zuchtfreunden Henry Majaura, Mariska und Wolfgang Jensen für ihre Mitarbeit.

Für Ergänzungen oder weitere Hinweise sind wir sehr dankbar

Das Copyright für diesen Bericht liegt bei dem Züchter Henry Majaura bzw. der Arbeitsgemeinschaft der Widderzüchter.

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