Ein Bericht von Henry Majaura.

Erbformel

Chinchillafarbig achiBCDG/achiBCDG
 

Fachmännische Betrachtung

Deutsche Widder, chinchillafarbig (achiBCDG/achiBCDG), werden in letzter Zeit hin und wieder gezeigt. Überraschen konnten sie infolge ihrer Größe und des Typs. Die Behaarung ist auch bei diesem seltenen Farbenschlag momentan ein wichtiges Betätigungsfeld. Eine wirklich satte, lebhafte Chinchillafarbe lebt von der ausgesprochenen Dichte und der überaus gesunden Struktur der Behaarung. Und hier können die "Chinchilla-Widder" leider noch nicht mithalten. Farblich gibt es besondere Probleme dahingehend, dass alle chinchillafarbigen, die ich bisher sah (ich muss aber nicht alle gesehen haben), offensichtlich ihre Ahnen irgendwo bei den hasengrauen haben. Entsprechend breit und verwachsen waren Zwischen- und Deckfarbe, deren Schattierung  durchaus  flockig  war. Die  decke  war  allerdings  beileibe  nicht  kräftig  und  gleichmäßig genug pigmentiert. Insgesamt erscheint die Deckfarbe durchaus etwas leblos. Auch hier sollte zur Verbesserung der Weg über die Anpaarung bestens behaarter wildgrauer Tiere geschehen.

Eigene Versuche Anfang der 50er- Jahre des letzten Jahrhunderts, über die Verpaarung von Schwarzschecken mit Groß-Chinchilla zu der gewünschten Farbe zu kommen, ergaben in der F2 Generation farblich überzeugende Widder, wenngleich der Rassetyp erhebliche Probleme bereitete. Joppich rät auch zur Paarung der Groß-Chinchilla mit weißen Widdern. Da der Chinchillafaktor über das Albino dominiert, wären sofort in der F1 Generation chinchillafarbige Tiere zu erwarten. Allerdings steht dem die allgemein schwächere Behaarungsstruktur der weißen Widder entgegen. Auch die momentan recht blasse Deckfarbe der chinchillafarbigen Widder könnte mit dieser Verpaarung im Zusammenhang stehen. 

Historie des Widderkaninchen

Die Herkunft des Widderkaninchens ist umstritten.

Die ältere und die neuere Literatur über das französische Widderkaninchen sind sehr spärlich.

Rassebeschreibung

Siehe: ZDRK - Standard von 2004 und Europa - Standard 2012

Auszug aus "Der Kleintier-Züchter" Nr.2/2003 Bericht von Henry Majaura. Das Bildmaterial stellte die AG der Widderzüchter zur Verfügung

Wir danken den Zuchtfreunden  Henry Majaura und Wolfgang Jensen für ihre Mitarbeit

Für Ergänzungen oder weitere Hinweise sind wir sehr dankbar

Das Copyright für diesen Bericht liegt bei dem Züchter Henry Majaura und der Arbeitsgemeinschaft der Widderzüchter

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