Noch am Tag der Bewertung rief Heinz den Helmut an und sagte:“ kannst weiterzüchten er hat 98 Pkt. Heute stelle ich Euch einen besonderen Zuchtfreund vor. Es handelt sich um den eher ruhigen, sympathischen, westfälischen Widderexperten Heinz David aus Sythen. Sein Ortsverein ist der W378 Sythen. Dort ist er seit 20 Jahren im Verein. Er begleitet das Amt des 2. Vorsitzenden und Kassierer.

Kaninchen züchtet er seit 1972. Seine große Leidenschaft sind die Deutschen Widder wildfarben. Hiervon werden ab Januar ca. 50 Jungtiere gezogen. In seiner mustergültigen Stallanlage werden die Tiere in Großen Boxen gehalten. Die Besonderheit ist, dass jede Box über eine eigene Beleuchtung verfügt.

Es dürfte auch die einzige Stallanlage sein, die über eine eigen „Hasenbar“ verfügt. Bei meinem Besuch konnte ich mich davon selbst überzeugen. Und nach ein wenig Eingewöhnungszeit kommt der sonst eher leise Westfale ins Schwärmen. Dann vergeht die Zeit wie im Nu und man ist von seiner züchterischen Qualität vollends überzeugt. Urkunden und Ehrentafeln an der Wand bezeugen seine Fähigkeiten. Unter anderem stellte er ein Siegertier auf der Bundesschau 2005 in Erfurt aus. Auf der Widderclubvergleichsschau 2015 stellte er den Siegerrammler mit 97,5 Pkt. Als er 2004 in Weinzierlein den Siegerrammler mit 98,0 Pkt. stellte, sagte sein Zuchtfreund Helmut Stienecker, die Züchterfreundschaft besteht schon seit mehr als 40 Jahren, zu ihm:“ Wenn der keine 98 Pkt. macht, züchte ich keine Kaninchen mehr“

Darauf Helmut:“ Glückwunsch, einen 98-er hatte ich noch nie.“

Die Antwort von Heinz fand ich sehr rührend:“ Jetzt schon mein Freund, ich schenk ihn dir.“ Diese Anekdote beschreibt den Charakter des Westfalen sehr treffend. Darauf Helmut:“ Glückwunsch, einen 98-er hatte ich noch nie.“ Die Antwort von Heinz fand ich sehr rührend:“ Jetzt schon mein Freund, ich schenk ihn dir.“ Diese Anekdote beschreibt den Charakter des Westfalen sehr treffend.

Beim Thema Fütterung ist Heinz schnell fertig. All seine Boxen sind an einer Tränke Anlage angeschlossen. Gefüttert wird Berkel Kräuter und hochwertiges Heu. Tragende und Säugende Häsinnen werden auch noch mit Saftfutter versorgt, eben alles was die Küche hergibt. Abgesetzte Jungtiere werden mit Berkel Blue versorgt. Gefüttert wird übrigens immer gegen 17:00 Uhr. Das kann dann schon mal 2 Stunden in Anspruch nehmen.

In seiner Zucht legt Heinz viel Wert auf die Rassemerkmale, wuchtige Widderköpfe mit super Ramms und breiten Schnauzpartien mit wunderschönen Behängen und super Krone versehen. Leider sind seien Tiere oft zum Zeitpunkt der Vergleichsschau noch mit der Haarung beschäftigt, aber das ihm die Position 3 ebenso wichtig ist, konnte ich an einigen Jungtieren und insbesondere an seinen Zuchthäsinnen selbst sehen.

Auf den Verbleib der 50 gezogenen Jungtiere angesprochen kommt prompt die Antwort:“ Das ist das Gute. Ich bin froh keine schlachten zu müssen“ fast alle ausgestellten Tiere werden nach der Saison an Zuchtfreunde verkauft. Ich weiß gar nicht wann wir zum letzten Mal Kaninchen gegessen haben“.

Neid und Missgunst findet man in dieser Stallanlage und bei diesem Zuchtfreund nicht. Das ist ein großer Pluspunkt in unserer immer schneller werdenden Ellenbogengesellschaft. Auch tun solche Züchter unserer AG gut. Wenn Heinz helfen kann dann tut er es. Am Tag meines Interviews war er eben mal damit beschäftigt die Heureserven der Widderclubvergleichsschau aufzufüllen. Man hilft wo man kann. An der AG schätzt er vor allem den professionellen Austausch mit Zuchtkollegen in familiärer Atmosphäre.

Ich wünsche dem Zuchtfreund für die Zukunft alles Gute sowohl für unser Hobby als auch im privaten Bereich. Und vor allem Gesundheit.

Stefan Simon

RfÖ

 

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