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Tetanus, ein Piecks der dem Rassekaninchenzüchter das Leben retten kann.

Vor einigen Jahren, hatten wir im LV Hamburg einen Verdacht auf eine Tetanuserkrankung bei einem Zuchtfreund, hervorgerufen durch den Biss eines Kaninchens.

Durch einen Blick in meinen Impfausweis wurde mir bewusst, dass ich mal wieder eine Auffrischung dieser Impfung benötige. In dem Zusammenhang fiel mir auch dieser Fall wieder ein.

Tetanus was ist das eigentlich:

Tetanus oder auch Wundstarrkrampf, ganz früher auch Teufelsgrinsen, ist eine Erkrankung die meist tödlich verläuft.

Es befällt die Muskelsteuernden Nervenzellen und wird durch ein Bakterium mit dem Namen Clostridium tetani ausgelöst. Die Infektion erfolgt durch sehr widerstandsfähige Sporen die wir überall finden.

Egal ob Straßenstaub oder Gartenerde. Gefährlich werden sie erst wenn sie in unseren Körper eindringen können (Wunden). Unter der Abwesenheit von Sauerstoff vermehren sich die Sporen und produzieren den Giftstoff.

Über Nervenbahnen gelangt das Gift in das Zentralnervensystem (Gehirn) und blockiert die Produktion von Nervenreizen die für die Übermittlung von Befehlen des Gehirns an die Muskeln wichtig sind.

Die Inkubationszeit ( die Zeit zwischen Infektion und Ausbruch der Krankheit) liegt zwischen zwei Tagen und Zwei Wochen.

Zuerst treten grippeähnliche Symptome wie Kopfschmerz, Schwindel, Unruhe, Gliederzittern, Mattigkeit, Ermüdungserscheinungen, Muskelschmerzen und Schweißausbrüche auf.

Anschließend kann durch eine Kiefersperre der Mund nicht mehr geöffnet werden und es entsteht durch  eine Verkrampfung der Gesichtsmuskulatur grinsender Gesichtsausdruck, dass sogenannte „Teufelsgrinsen“  Im weiteren Verlauf kommt es zu einer  Muskelanspannung der langen Rückenmuskulatur ,die oft den Nacken absteigend verläuft und zu schmerzhafter Überstreckung führt, unbehandelt sogar zu Wirbelbrüchen führen kann. Danach folgen zuckende Muskelkrämpfe in Armen, Beinen, Kehlkopf und Zwerchfell. Die Krämpfe dauern 1 bis 2 Minuten und werden von kleinsten äußeren Reizen (akustisch, optisch, mechanisch) ausgelöst. Unbehandelt folgt der Tod durch Erstickung.

Also der Gedanke daran jagte mir schon einen Schauer über den Rücken.

Jeder der einmal eine Verletzung hatte, die vom Arzt behandelt werden musste, wird bestimmt gegen Tetanus geimpft worden sein.

Die Impfung sollte schon bei kleinen Kindern vorgenommen werden. Wichtig hierbei ist das der ersten Impfung nach ca. 6 Wochen die Zweite und nach ca. 12 Monaten die Dritte Impfung erfolgt. Denn nur so sind wir wirklich gegen Tetanus geschützt.

Was sollte ich aber tun bei einer Verletzung?

Nun, wir alle haben uns schon einmal die Haut etwas abgeschrammt, auch ist ein Tropfen Blut dabei geflossen.

Sollte ich da schon die Wunde reinigen, desinfizieren?

„Man bist Du ein Weichei!“

Wir alle kennen das.

Zwei Tage später hat es sich leicht entzündet. Na gut.

Es hätte auch anders ausgehen können. 

Deshalb:

Auch bei kleineren Verletzungen wachsam sein.

Wenn auch noch ein ausreichender Impfschutz besteht sollte Tetanus für uns keine Gefahr darstellen.

Und: Ganz wichtig sich angewöhnen an seinem Geburtstag mal in den Impfpass schauen ob der Impfschutz noch besteht.

Anstatt des Geburtstages kann es auch ein anderer Prägnanter Tag im Jahr sein.

In diesem Sinne

Gesunde ZUCHT

Bericht von Walter Reimers, Hamburg

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