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Von Herbert Behringer - ZDF. Weinzierlein.

1. Körpertemperatur

Jungtiere 38,7 - 39,7 o C
Erwachsene Tiere, große Rassen          38,3 - 39,3 o C
Erwachsene Tiere, kleine Rassen 38,7 - 39,7 o C

Die Abendtemperatur liegt höher als die Morgentemperatur. Brunst, Trächtigkeit, Futteraufnahme, Geburt, Stress und hohe Außentemperaturen erhöhen die Körpertemperatur. Insbesondere die Körpertemperatur kann Aufschluss über den Gesundheitszustand des Tieres geben. Zur Messung wird ein übliches Fieberthermometer verwendet, welches in den Mastdarm des Kaninchens eingeführt wird. Die Spitze des Fieberthermometers ist zur Messung vorher leicht mit Öl oder Seife einzureiben. Eine hohe Umgebungstemperatur von 30 - 32 o C kann beim Kaninchen zu einer Körpertemperatur von 43 - 44 o C führen. Bei 45 - 46 o C Körpertemperatur tritt der Tod unmittelbar ein. Das Fieber wird eingestellt in niedriges bis bis 40,5 o C, mittelhohes bis 41,5 o C und hohes Fieber über 41,5 o C. Am wohlsten fühlt sich unser Kaninchen bei einer Umgebungstemperatur von 10 - 15 o C. Minustemperaturen bis - 16 o C werden problemlos vertragen. Gegen Kälte Temperaturen muss man ein Kaninchen schützen, ebenso gegen kalte, feuchte Luft.

2. Pulssschlag

Jungtiere über 150 Schläge/Minute

Erwachsene Tiere 120 - 150 Schläge/Minute.

Eine erhöhte Körpertemperatur führt zu einer Erhöhung des Pulsschlages. Im Freigehege wurden auch über 200/Minute gemessen.

3. Atmung

Jungtiere über 60 Atemzüge/Minute

Erwachsene Tiere 50 Atemzüge/Minute.

Die Atmungstätigkeit wird durch äußere Einflüsse gleichfalls erhöht.

4. Geschlechtsreife

Häsinnen          4 - 6 Monate
Rammler 3 - 5 Monate

Das Volumen des abgesetzten Spermas beträgt etwa 0,4 - 6 ml. Je mm 3 sind 100.000 bis 2 Mio. Samenzellen vorhanden (Durchschnittlich 700.000). Das weibliche Ei weist eine Größe von 0,1 - 0,2 mm auf.

5. Zuchtreife (beide Geschlechter)

7 - 11 Monate

Bei kleinen Rassen tritt die Zuchtreife mit etwa 7 Monaten ein, während sie bei großen Rassen erst bei 10 - 11 Monaten eintritt.

6. Günstige Belegungszeiten

Die Belegung der Häsin richtet sich im kleinen Bestand vornehmlich nach den Schauterminen. Günstige Termine sind Mitte Januar, Mitte Mai, Mitte Oktober. Bei diesen Terminen ist die Zahl der erfolgreichen Belegungen deutlich höher. Die Belegung ist bei der üblichen Haltung stark von der Fütterung, aber auch von der Beleuchtung abhängig. Mit zunehmender Tageslichtdauer verschwinden meist Belegungsschwierigkeiten. Hohe Außentemperaturen von über 28 o C wirken sich ungünstig auf den Belegungserfolg aus. Gleiches gilt auch bei Außentemperaturen unter 10 o C.

7. Durchschnittliche Zuchtbenutzung

Häsinnen          4 - 5 Jahre bei 2 - 3 Würfen pro Jahr

Rammler           4 - 5 Jahre bei bis zu 100 Sprüngen jährlich und nicht mehr als 2 Sprünge je Tag.

8. Brunst

Es besteht ständig Deckbereitschaft

9. Trächtigkeitsdauer

28 - 32 Tage - in der Regel 31 Tage. Die Trächtigkeitsdauer liegt insbesondere bei den großen Rassen über dem Mittel von 30 Tagen.

10. Anzahl der geborenen Jungen

1 - 12, gelegentlich mehr. Die Jungen werden nackt und blind geboren, die Augen öffnen sich etwa am 10. Tag. Die Öffnung der Augen sollte vom Züchter kontrolliert werden. Nach ca. 2 Wochen verlassen die Jungen zum ersten Mal das Nest.

11. Säugezeit

6 - 10 Wochen

In der Kaninchenzucht ist eine relativ lange Säugezeit üblich, während in der Mastkaninchenproduktion durchaus nur drei Wochen üblich sind. Die Milchergiebigkeit der Häsin nimmt ab der dritten Woche nach dem Wurf Rapide ab.

12. Wiedereintritt der Deckbereitschaft nach dem Wurf

Die Deckbereitschaft ist bald nach dem Geburtsakt gegeben. Ein günstiger Termin ist 24 Stunden nach dem Werfen.

Quelle: 9. Informationsbroschüre für die Freunde der Widderzucht und Deutscher Kleintier-Züchter Nr. 10 2001 Seite 12-14

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