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Allgemein

Zoologisch gehört das Kaninchen zur Familie der Feldhasen .Diese Familie gliedert sich in folgende Gattungen: Den Feldhasen, siehe Abb.1 und das Kaninchen, siehe Abb.2

Die bekannteste Art ist der deutsche Feldhase . Im zoologischem System gehört die Familie der Hasen zur Ordnung der Nagetiere . Zwischen Wildkaninchen und Feldhasen bestehen tiefgehende Unterschiede . Dieses sieht man an der Art ihrer Fortpflanzung, Lebensweise und anatomischen Bau.

Feldhase

Der Feldhase bringt alljährlich etwa vier Würfe von je einem oder mehreren Jungen, die bereits sehend und behaart geboren werden .Die Mutter setzt ihre Jungen in einer gescharrten Grube ab und überlässt sie schon nach einer Woche sich selbst.

Wildkaninchen

Das Wildkaninchen dagegen gräbt einen unterirdischen Bau mit einer Kammer, die mehrere Ausgänge hat . Hier wirft die Häsin jährlich zwischen Februar und Oktober bis zu sechs - und siebenmal etwa acht nackte und blinde Junge, die erst in der dritten Lebenswoche ans Tageslicht kommen .

Unterschiede zwischen Feldhasen und Wildkaninchen

Feldhase ( Lepus europaeus )

Wildkaninchen ( Oryctolagus cuniculus )

Körperform und - Bau

gestreckt, Länge 50 - 70 cm

gedrungen, bis 45 cm

Widerristhöhe: ca. 30 - 35 cm,

ca. 15 - 18 cm

Hintergliedmaßen: lang und kräftig, große Schnellkraft, Läufertyp

relativ kurz und kräftig, geringere Schnellkraft, geeignet für das Graben und Scharren

Vordergliedmaßen: Elle schwächer als Speiche, hintereinander

Elle und Speiche gleich dick und nebeneinander

Körpergewicht: ca. 5,0 - 6,5 Kg

1,5 - 2,0 Kg

Ohrenlänge: länger als der Kopf

kützer als der Kopf

Schädel: feinknochig, leicht zusammengedrückt, Länge bis ca. 100 mm

Länge bis 75 mm, Jochbeinfortsatz länger und breiter als beim Hasen

Wirbelsäule: große Flexibilität, starke Rückenmuskulatur

geringere Flexibilität, weniger starke Rückenmuskulatur

Muskelfleisch: rot gefärbt

Fleischfarbe weißlich

Brustkorb: höher als breiter 

etwa gleich hoch und breit

Schwanz ( Blume ): etwa 7 - 12 cm, im Lauf leicht hängend

deutlich kürzer, im Lauf aufrecht getragen

Augenfarbe: hellgelb bis orange

dunkelbraun

Deckhaar ( Grannenhaar ): steif, hart und anliegend, rötlichbraun getönt, mit schwarzen Haarspitzen ( Hasenwildfarbig ), im Sommer heller, Ohrenspitzen tiefschwarz

weniger grob und hart, vorwiegend Grautöne, Genickkeil bräunlich, ohne schwarze Ohrenspitzen

Unterwollhaar: Struktur feiner und dichter, weiß

Struktur fein und dicht, grau

Chromosomenzahl  (Erbanlagenträger ): 48

44

Lebensweise

Sozialverhalten: einzelgängerisch, ungesellig

gesellig in Gemeinschaft

Trächtigkeitsdauer: 40 - 44 Tage, bei Geburt sehend  und behaart

30 - 32 Tage, Neugeborene blind und unbehaart

Wurfgröße / Wurfanzahl: 1 - 3 Junge,  3,2 - 4,5 Würfe pro 0,1 im Jahr

5 - 6 Junge, Ø 3,0 Würfe / 0,1 im Jahr

Wurfplätze: oberirdische Wurfmulden mit Deckung

unterirdische Satzröhren mit Wurfkessel

Jungtierverhalten: Nestflüchter

Nesthocker

Fluchtgeschwindigkeit ( erwachsene Tiere ): 50 - 70 Km / h

bis 40 Km / h

Lebenserwartung maxima: 10 - 12 Jahre

9 - 10 Jahre

Krankheiten: EBHS ( Europaen Brown Hare Syndrome ), infektiöse Leberentzündung des Hasen, hohe akute Sterblichkeit ( seit 1986 )

tritt bei Wildkaninchen nicht auf

tritt bei Feldhasen nicht bzw. äußerst selten auf

RHD o. RVHD ( Rabbit Viral Hämorrhagic Disease ), Chinaseuche, viruskrankheit mit sehr hoher akuter Sterblichkeit

 

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