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Die Fütterung

In der Zuchtruhe benötigen die Kaninchen nur ein Erhaltungsfutter. Diese ergänzt den Eiweißbedarf der Tiere und zum anderen schafft es Kraft für die Muskeln und Stoffe zum Wärmeerhalt der Kaninchen heran.

Leistungsfutter reichen wir den Tieren in der Zuchtzeit, das heißt wenn die Kaninchenträchtig sind oder säugen. Auch die Jungtiere werden mit diesem Futter versorgt denn sie müssen ja noch wachsen. Kaninchen welche noch zur Ausstellung sollen, werden ebenfalls mit dem Leistungsfutter versorgt.

Das Füttern der Kaninchen sollte möglichst immer zur gleichen Zeit geschehen, denn die Tiere habe eine innere Uhr. Wenn die Fütterzeiten erheblich von den üblichen Zeiten abweichen, sind die Kaninchen überhungert und fressen sehr gierig. Kaninchen sollen vielseitiges Futter bekommen.

Eine ausgewogene, artgemäße Ernährung unserer Kaninchen nimmt ganz entscheidend Einfluss auf Leistungsvermögen und Lebensdauer der Tiere. Hinzu kommt, dass eine optimale Fütterung ein ganz wesendlicher Beitrag zur vorbeugenden Gesundheitspflege ist. 

Selbstverständlich ist auch ein Beitrag zum Thema " Wohlbefinden " der Kaninchen, von denen mehr oder doch Leistungen verlangen, auf dem Ernährungswege nicht auszuschließen. Dies ist in einer Zeit, in der beinahe jeder Tierhalter von extremen Tierschutzfanatikern angegriffen wird, neben der Haltungsoptimierung von ganz zentraler Bedeutung.

Sämtliche Kaninchenrassen stammen vom einheimischen Wildkaninchen ( Oryctolagus cuniculus ) ab. Und trotz der erzüchteten Rassevielfalt in Form, Farben und Größen mit teils erheblichen Abweichungen vom Urtyp sind die Gegebenheiten des Magen - Darm - Traktes und die Verdauungsparameter mit dem Wildkaninchen weitgehend vergleichbar geblieben. Die kaninchenspezifische und die entsprechende Tierernährungslehre und die entsprechende Futtermittelkunde haben dies zu beherzigen, wenn auch hinsichtlich der täglich benötigten Futtermenge große Unterschiede zum Wildtier bestehen.

Eine weitere Differenz birgt die Tatsache, dass Wildkaninchen natürlich selbst für ihre Ernährung sorgen und dabei saisonbedingt ihre Ration aus einer großen Auswahl pflanzlicher Naturkost zusammenstellen. Ihr Instinkt sorgt für eine korrekte Nährstoffkombination anhand des jeweiligen Naturpflanzen - Angebotes. Gewicht und Größe, Anpassungsfähigkeit und " Härte " des Wildkaninchens rechtfertigen relativ geringe Futtermengen und - Ansprüche.

Die wichtigsten Nährstoffgruppen

Die Nährstoffe, die von der Pflanze geliefert werden, kann man in vier Hauptgruppen einteilen .

1. Die stickstofffreien Bestandteile: Kohlehydrate - wie Stärke, Zucker, Rohfaser - und Fette, die Hauptsächlich aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff bestehen .

2. Die stickstoffhaltigen Bestandteile: Eiweißkörper oder " Roheiweiß " , bei denen zu den obengenannten drei Elementen der Stickstoff hinzutritt.

3. Die Mineralien

4. Die Vitamine

Nährstoffe, Wirkstoffe und Energie

Wie alle höher entwickelten Tiere müssen auch Kaninchen die aufgenommene Nahrung im Körper zunächst in ihre Bestandteile zerlegen, um die enthaltene stoffliche Energie ( Bruttoenergie ) teilweise auszuschöpfen oder aus den mittels Verdauung gewonnenen Bausteinen nach dem Blutbahntransport an den jeweiligen Zielort eigene Körpersubstanz bilden zu können. Wie erwähnt, steht die Energiegewinnung an erster Stelle, denn selbst in völliger Ruhe ist ein Verbrauch derselben nachweisbar: die Körpertemperatur muss aufrecht  erhalten werden, der Kreislauf hat zu Funktionieren, Herzschlag, Atmung und viele Stoffwechselprozesse laufen sozusagen dauernd im Hintergrund weiter. Leider schafft kein Lebewesen die völlige Ausnutzung der in Futter messbaren Bruttoenergie. Bei Wirbeltieren bleibt immer etwas Restenergie im Kot vorhanden. Was abgesehen davon bleibt, heißt bei Tierernährern die " verdauliche Energie ", die dann einem Organismus Tatsächlich zur internen Nutzung geblieben ist. Sie deckt den Erhaltungsbedarf der normalen, grundlegenden Lebensfunktionen einschließlich der Nahrungsaufnahme ( Kauen kostet Energie! ) und - Verdauung. 

Die Haltungstemperatur beeinflusst diese Energieteil ganz gewaltig; je kälter es ist, umso größer ist die Nahrungsaufnahme, da vermehrt Energie zur Gleichbleibenden Körperwärme notwendig ist.

Gewichtzuwachs, Fortpflanzung mit Trächtigkeit und Säugeperiode der Häsin bzw. Spermaproduktion beim Zuchtrammler und die Wollerzeugung ( sei es beim normalen Haarwechsel oder in gesteigerter Form bei Angorakaninchen ) sind Energiefordernde Prozesse, die dem Leistungsbedarf zuzurechnen sind. Alle Energieangaben erfolgen statt der früher üblichen und umgangssprachlich noch heute verbreiteten Kalorien in Joule ( J ) bzw. einem Mehrfachen davon wie Kilojoule ( KJ; 1 KJ = 1000 J ) oder Megajoule ( MJ; 1 MJ = 1000 KJ).

Nährstoffbedarf des Kaninchens ( Bedarf an Energie und Protein je Tag )

Verdauliche 2)  Energie MJ Verdauliches Protein g
1. Erhaltung 2 ) Lebendgewicht in Kg 
1,0
1,5
2,0
4,0
0,77
0,98
1,17
1,78
2
3
4
7
2. Trächtigkeit 1 )   (Häsin 4,0 Kg Lebendgewicht Tag nach dem Decken 1. - 21.  22. - 31.

2,37

3,58

9

11
3. Laktation 2 ) ( Häsin 4,0 Kg Lebendgewicht 200g Milch / Tag

5,68

42

4. Wachstum 1 )  (45 g Tageszunahme ) Lebendgewicht in Kg

1,0

1,5
2,0

0,71

0,85
0,99
5. Wollerzeugung 4 )  (4 Kg Lebendgewicht ) 1,0 Kg Wolle / Jahr

1,90 1  )

16 2 )

1) nach Axelsson und Erikson ( 1953)    2 ) errechnete Werte
3 ) nach Schürch ( 1949 )    4) nach Schlolaut und Lange (1983)
Quelle Ovator

Die Bedeutung von Rohfett in der Kaninchenernährung

Bei der Fütterung von Landwirtschaftlichen Nutztieren und Haustieren werden bestimmte Ansprüche an die Inhaltsstoffe von Futtermitteln gestellt. Rohprotein, Rohfett, Rohfaser Rohasche sowie Mineralien und Vitamine sind die Wichtigsten Inhaltsstoffe. Definition, Deklaration und Analysemethoden der Inhaltsstoffe und der Zusammensetzung von Futtermitteln sind vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Weiterhin spielt die technische Qualität der Futtermittel eine wichtige Rolle. es gibt Tierarten, die mehlförmiges Futter verweigern, andere nehmen es gerne auf. Tiere mit einem empfindlichen Geruchs - oder Geschmacksinn werden ihr Lieblingsfutter nicht mehr fressen, wenn es ungewohnt riecht. Der Faktor, der in letzter Zeit besonders in den Mittelpunkt öffentlichen Interesses gerückt ist, ist die natürliche Ernährungsgewohnheit der Tiere. Jedes Tier sollte, wenn irgend möglich, mit qualitativ einwandfreien Produkten seiner natürlichen Biologie entsprechend gefüttert werden.

Was ist Rohfett ?

Der bei Mischfuttermitteln auf dem Sack anzugebende Bestandteil an Rohfett umfasst Öle, Fette, Harze, Wachs und andere ätherlösliche Verbindungen. Alle diese Stoffe bestehen aus Glyzerin und Fettsäuren. Fettsäuren werden in gesättigte und ungesättigte Fettsäuren differenziert, wobei ein hoher Anteil an ungesättigten Fettsäuren einen Qualitätsvorteil bietet. Das im Kaninchenfutter eingesetzte Rohfett entstammt pflanzlichen Ölen und Fetten. Diese Fette und Öle werden aus den Keimen von Körnerfrüchten oder Ölsaaten gewonnen. Die Nachprodukte der Pflanzenfettgewinnung werden ebenfalls in der Mischfutterproduktion eingesetzt. Pressrückstände sind so genannte " Kuchen ", die noch ca. 5% bis 10% Prozent Fett enthalten. " Extraktionsschrote " mit einem Fettgehalt von ca. einem Prozent sind Produkte, die bei der Fettextraktion mittels Fett lösender Chemikalien anfallen. 

Rohfett in der Verdauung

Da Fett den energiereichsten Bestandteil der Nahrung darstellt, spielt die Verdaulichkeit eine bedeutende Rolle. Die Verdaulichkeit reicht von ca. 10% bis 30% Prozent. Besonders gut verdaulich sind Fette mit kurzkettigen Fettsäuren und mit ungesättigten Fettsäuren. Je weniger Fett ein Futter enthält, desto besser ist die Verdaulichkeit. Die Fettverdauung findet fast ausschließlich im Dünndarm mittels verschiedener Fett spaltender Enzyme statt. Fettsäuren und Glyzerin, die Spaltprodukte des Fettes, werden durch die Dünndarmschleimhaut aufgenommen und dienen der Energiebereitstellung bzw. werden in der Darmschleimhaut wieder zu Fett zusammengesetzt und als Depotfett im Körper ( Unterhautgewebe ) eingelagert.

Konsequenzen für die Fütterung

Kaninchen sind Herbiforen ( Pflanzenfresser ) und sollen nur mit pflanzlichen Produkten gefüttert werden. Der Einsatz von tierischem Fett ist generell abzulehnen. Da Kaninchen in der Natur Futter mit recht geringem Fettgehalt aufnehmen, ist Mischfutter  mit einem Fettgehalt von mehr als 6% Prozent gegen die natürlichen Ernährungsgewohnheiten der Tiere. Höhere Fettgehalte im Futter erhöhen zwar die energiedichte des Futters, können aber das Verdauungssystem negativ beeinflussen. Zufüttern von reinem Pflanzenöl, um Energiedefizite des Grundfutters ( Heu, Gras ) auszugleichen, sollte in Maßen geschehen. Der Einsatz von Fetten mit einem Hohen Anteil ungesättigter, kurzkettiger Fettsäuren erhöht die Wertigkeit und Verdaulichkeit des Fettes. Fettsäuren wie Linolsäure und Linolensäure ( z. B. aus Leinschrot ) fördern den Fellglanz und müssen ausreichend im Futter vorhanden sein.

Schlussfolgerungen

Fett sollte in der Kaninchenfütterung zurückhaltend eingesetzt werden. Hochwertige pflanzliche Fette mit einem hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren fördern die Tiergesundheit und das Erscheinungsbild der Tiere. Bei einer übermäßigen Fettfütterung oder dem Einsatz qualitativ minderwertiger Fette kommt es zu Verdauungsstörungen und einer unnötigen Belastung des Stoffwechsels. Die Verdauung von Qualitätsfuttermitteln beinhaltet - gerade auch im Hinblick auf die Fettgehalte - viele Vorteile und gibt Sicherheit.

Wir bedanken uns bei "Ovator" für diesen Bericht.

Vom Kaninchen zu nutzender Gehalt verschiedener Futtermittel an verdaulichem Rohproteinen ( vRP ) und verdaulicher Energie ( vE )

-

vRP % 

  vEMJ /Kg 
Grünfutter

-

Futterkohl 1,5 2,12
Wiesengras

2,0

2,93

Luzerne, vor der Blüte 2,8 2,80
Silage -
Kleegras - Silage 1,8 2,28
Mais - Silage 1,8 2,45
Grünfutter natürlich und künstlich getrocknet -
Brennesselheu 16,4 9,89
Haferstroh 0,9 4,62
Luzerne - Heu vor der Blüte 10,5 8,49
Luzernegrünmehl 17 %RP 12,2 9,76
Obstgartengras, natur getrocknet 4,9 6,91
Rotkleeheu 7,0 8,73
Wiesenheu, mittelgut 4,5 6,58
Wurzeln, Knollen -
Futterrüben 0,4 2,38
Kartoffeln, gedämpft 0,1 4,11
Kohlrüben 0,4 2,25
Möhren 1,2 1,95
Tobinambur - Knollen 0,9 3,19
Wasserrüben 0,4 1,31
Körner, Samen -
Gerste, gute Qualität 7,1 13,56
Hafer, gute Qualität 8,1 12,38
Mais, gute Qualität 7,6 14,92
Erbsen, gelb 18,7 14,22
Gewerbliche Nebenprodukte -
Weizenkleie 13,9 10,50
Leinextraktionsschrot 30,4 12,53
Sojaextraktionsschrot 39,0 13,06
Biertrober, getrocknet 20,4 10,87
Verschiedenes -
Brot, getrocknete Abfälle 11,4 16,23
Eicheln, getrocknet 2,6 10,70
Haushaltsabfälle 1,0 1,68

Quelle Ovator

Das Heu

Heu soll dem Kaninchen rund um die Uhr zur Verfügung gestellt werden, denn es ist das Brot des Kaninchens. Wird das Heu im Frühsommer kurz vor der Blüte gemäht, so hat es jetzt den höchsten Nährstoffgehalt. Beim Zukauf oder selber machen von Heu, sollte man auf eine gute Qualität achten. schlechtes Heu wird von den Kaninchen nicht  gefressen, es macht sie auch unter Umständen krank. Heu muss trocken und luftig gelagert werden.

Markstammkohl

Der Markstammkohl sollte schon im Hochsommer gepflanzt werden. Geschieht dieses, so hat man im Spätherbst schönes saftiges Grünfutter für seine Kaninchen. Es gibt auch winterharten Markstammkohl, er muss aber schon im Sommer gepflanzt werden. Dieser Futterkohl hat den Vorteil, dass man auch im Winter bei Frostwetter immer einen kleinen Leckerbissen für seine Lieblinge hat. Von diesen Pflanzen kann man nicht nur das Blattwerk verfuttern, sondern auch die dicken Stängel eignen sich hervorragend als Futter. Dies gilt natürlich auch für die frühe Sorte.

Der typische Futterkohl ist Markstammkohl, Der Kuhkohl oder der Hohe Blätterkohl. Markstammkohl kann eine Höhe bis zu 2 Meter erreichen. Der grüne Stamm hat dann einen Durchmesser bis zu 10 cm, der innen von weichem Mark gefüllt ist. Die Blätter sitzen meist am oberen Teil des Stammes. Die Blätter haben den höchsten Nährwert, während der Stengel relativ nährstoffarm ist, da er viel Rohfaser enthält. Es ist somit für uns wichtig, auf einen hohen Blattanteil bei der Auswahl des Saatgutes zu achten. Eine zu starke Fütterung ruft Krankheitserscheinungen hervor. Bekannt ist diese Krankheit als "Kohlanämie". Auch sind Schäden an der Schilddrüse beobachtet worden. Auch eine Zunahme der Wammenbildung ist bei zu starker Kohlfütterung feststellbar. Die Blätter des Blumenkohls, des Grünkohls, des Kohlrabi, des Rosenkohles und ähnliche entsprechen im Nährwert den Blättern des Markstammkohles. Grundsätzlich liefert der Markstammkohl einen - hohen Massenertrag und eignet sich daher insbesondere für den Gartenanbau. Weiterhin bietet er die Möglichkeit, ihn nicht nur als Hauptfrucht, sondern als so genannte Zwischenfrucht anzubauen. Bei Zwischenfruchtanbau werden nach der ernte die Kohlpflanzen ausgebracht. Es gibt heute Sorten, die eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Frost besitzen.  Zur Sicherung des Grünfutters auch während der Winterperiode sollten wir nach Möglichkeit frostharte Sorten bzw. Arten für den Zwischenfruchtanbau wählen.

Comfrey/Beinwell ist ein sehr gutes Beifutter, auch hat diese Pflanze wertvolle Nährstoffe wie z.B. B12. Wir selber verfüttern Comfrey/Beinwell, siehe schon seit über 10 Jahren und den Kaninchen schmeckt es immer wieder. Die jungen Blätter sind als Grünfutter für alle Tiere brauchbar. Ältere Blätter werden wegen der zu starken Behaarung nicht gern gefressen. Der Futterwert ist gering.

Durch einen Zufall bekamen wir vor Jahren  etliche Wurzelstöcke von einem damals noch Kaninchenhalter geschenkt. Dieser erzählte uns, dass er schon über 20 Jahre dieses Blätterwerk an seine Tiere verfüttern würde, und diese Tiere zeigen bis heute keine negativen Anzeichen.

Angebaut wird die Pflanze am besten im Frühjahr. Sie ist unkompliziert und wächst fast auf jedem Boden. Im 2. Jahr, so unsere Erfahrung, kann man voll Ernten. DerComfrey/Beinwell soll nach Möglichkeit gepflückt werden, Pflanzenabstand sollte ca. bei 55 - 60 cm liegen. Der Comfrey/Beinwell wird sehr sehr alt, d.h. viele Jahre frisches Grün, aber nur als Beifutter gedacht. Ab Oktober sollte man dem Comfrey/Beinwell eine Ruhepause gönnen, also mit dem Pflücken auf hören. Diese Zeit braucht die Pflanze um sich bis zur Frostzeit zu generieren. 

Als Kaninchenfutter dürfte Topinambur jedem, der Kaninchen hat bekannt sein. Topinambur ist ein großer Leckerbissen für unsere Kaninchen. Auch stellt die Pflanze eine Dauerfutterbasis sicher. Topinamburknollen verfügen über etwa 80 % Wasseranteil und 20 % Trockensubstanz. Bei der Blatt - und Stengelmasse liegt das Verhältnis dagegen bei annähernd 70 zu 30. Diese Futterpflanze liefert jedes Jahr neues Grünfutter und Eignet sich  auch sehr gut als  Windschutz.

Von dieser Pflanze kann der Stengel und auch die Knolle erfolgreich als Futtermittel eingesetzt werden. Das Grünfutter wird nach der Gewöhnung gern aufgenommen. Auch nach starken Regenfällen ist es möglich, das Topinamburkraut durch kurzes Abschütteln von überschüssigem Wasser zu befreien. Die Kultur ist derart einfach, dass es vielfach auf Wildäckern angebaut wird. Bei der Aussaat im Garten ist zu beachten, dass Topinamburknollen nur schwer wieder aus dem Garten zu entfernen sind. Man sollte daher für den Anbau ein Gartenstück wählen, welches für andere Zwecke nicht mehr genutzt wird. Eine Bodenbearbeitung, wie wir sie bei anderen Kulturpflanzen kennen, ist bei Topinambur nicht notwendig. Bei entsprechender Düngung und Sortenwahl können hohe Erträge aus Knollen und Grünfutter erzielt werden.

Zu den Knollen ist noch zu sagen, dass sie auch als Diabetikerkartoffeln bekannt sind. Sie sind ein ausgesprochenes Kohlehydratfutter von guter Verdaulichkeit und etwas süßen Geschmack.

Für die Pflanzung von Topinambur eignet sich am besten die Zeit von November bis Mai. Die Pflanze kennt keine Krankheiten und für Ungeziefer ist sie uninteressant.

Topinambur

Rotklee

Ist einer der bekanntesten Futterpflanzen unter den Kaninchenzüchtern. Im frühen Stadium ist der Rotklee sehr eiweißhaltig. Die Tiere fressen ihn sehr gerne nur muss man beim verfüttern die Kaninchen langsam daran gewöhnen. Junge Kaninchen, wenn sie zu viel davon bekommen, können unter Verdauungsstörungen leiden. Der Rotklee hat einen hohen Futterwert und eignet sich sehr gut als Beifutter.

Die Nährstoffgehalte des Klees sind bei gleichen Bodenverhältnissen ziemlich identisch. Geringfügige Unterschiede gestatten es nicht, die einzelnen Kleearten zu behandeln.

An Kleearten sind bekannt:
Alexandrinerklee, Inkarnatklee, Bokharaklee, Rotklee, Gelbklee, Schwedenklee, Hornklee, Weißklee.

Der Klee wird entweder in Reinsaat oder in Gemenge mit Gräsern als Kleegras angebaut. Darüber hinaus ist der Klee ein Bestandteil des natürlichen Grünlandes. Sein Wert beruht auf einem relativ hohen Eiweißgehalt. Die einzelnen Kleearten erfreuen sich einer unterschiedlichen Beliebtheit bzw. Eignung zur Fütterung. Alexandrinerklee wird relativ selten angebaut, während Bokhara - bzw. Steinklee auf Ödländereinen angebaut wird. Die Tiere nehmen diesen Klee auch gerne auf. Gelbklee findet man häufig auf trockenem Grünland. Er wird gleichfalls gerne gefressen. Hornklee ist ebenfalls auf trockenem Grünland zu finden. Er wird von den Tieren nicht so gern gefressen. Inkarnatklee wird besonders gern gefressen, wenn er in voller Blüte steht. Er ist auch ein wesentlicher Bestandteil des Landsberger Gemenges. Schwedenklee und Bastardklee findet man auf frischen bis feuchten Wiesen. Er wird von den Tieren gern gefressen. Weißklee wird ebenfalls gern gefressen. Man findet ihn oft auf festgetretenen Stellen auf Wiesen und Weiden nach der ersten oder zweiten Nutzung. Er ist verhältnismäßig kurzstengelig und bringt somit wenig Ertrag. Wegen seines Gehaltes an Blausäure sollte man ihn nicht als Alleinfutter in großen Mengen verabreichen.

Kohlarten

Es gibt eine Menge von Kohlarten, welche sehr viel Blatt - und Stängelmasse Protozieren. Dies ist für den Kaninchenzüchter -  oder Halter ein willkommenes Beifutter für seine Tiere.

Zu diesen Kohlsorten gehören: Kohlrabi, Oberkohlrabi, Blumenkohl, Rosenkohl und Grünkohl. Von den genannten Arten können der Rosenkohl und der Grünkohl auch im Winter verfüttert werden. siehe Alle Kohlsorten haben auch wertvolle Inhaltsstoffe. Die Blätter des Blumenkohls, des Grünkohls, des Kohlrabi, des Rosenkohles und ähnliche entsprechen im Nährwert den Blättern des Markstammkohles.

Die Blätter des Wirsingkohl oder Brokkoli sind eine werdvolle Beigabe.
Weiß - und Rotkohl sind zum Verfüttern nicht so gut geeignet, da sie leicht zu Blähungen bei den Kaninchen hervor rufen.
Alle Kohlsorten sollten den Kaninchen maßvoll gereicht werden.

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